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Günstig laden unterwegs: Roaming vermeiden, Reisen planen, Kosten senken

Ein aktueller Tages-Anzeiger-Ratgeber („Fünf Tipps, damit Sie mit dem E-Auto nicht stranden“) bestätigt: zuhause/Arbeit laden ist am günstigsten, Preise & Apps vorab prüfen, Roaming kann bis zu ~70 % teurer sein, Typ-2-Kabel für AC-Säulen mitführen. Diese Punkte decken sich mit unseren Empfehlungen unten.

Wer mit dem E-Auto entspannt und günstig unterwegs sein will, muss vor allem zwei Dinge im Griff haben:

Preise und Planung

Der aktuelle Ratgeber im Tages-Anzeiger bringt es gut auf den Punkt: Zuhause oder am Arbeitsplatz laden bleibt meist am günstigsten; unterwegs entscheidet die richtige App – und Roaming kann den Preis massiv verteuern. Genau hier setzen wir an und zeigen, wie ihr unterwegs clever ladet, ohne euch in Tarifwirrwarr zu verheddern.

Roaming bedeutet, dass ihr an einer fremden Säule über eine Dritt-App oder Ladekarte ladet. Das ist bequem, aber oft teurer als der Direktpreis des Betreibers. Wer Kosten sparen will, prüft vor dem Start in der App oder direkt am QR-Screen den effektiv fälligen kWh-Preis inklusive allfälliger Start- und Blockiergebühren. Ist der Roaming-Preis deutlich höher, lohnt der Wechsel zur Betreiber-App. Als grobe Richtschnur gilt: Unter etwa 0.60 CHF/kWh seid ihr in der Regel günstiger unterwegs als mit Benzin oder Diesel. Wer etwas Zeit mitbringt, lädt zudem an AC-Säulen mit Typ-2 meist günstiger als am Schnelllader – und schont gleich noch die Batterie.

Reiseplanung spart doppelt

Zeit und Geld. Mit einem EV-Routenplaner wählt ihr Ladestopps nach Fahrzeug, Tempo und gewünschtem Batteriestand. Viele Modelle laden zwischen zehn und sechzig Prozent am schnellsten – deshalb sind zwei kürzere Stopps oft effizienter und günstiger als ein langer bis 100 Prozent, zumal am DC-Lader oberhalb von rund 80 Prozent die Leistung abfällt und bei manchen Betreibern Minuten- oder Blockiergebühren dazukommen. Plant eure Stopps dort, wo ihr ohnehin 30 bis 60 Minuten verbringt – beim Essen, Einkaufen oder Spaziergang –, und hinterlegt ein bis zwei Alternativen entlang der Route, dann bleibt ihr gelassen, wenn eine Säule belegt ist.

Kostenfallen lassen sich mit etwas Routine gut vermeiden. Stellt in der App einen Reminder, damit ihr nach Ladeende nicht minutenweise weiterzahlt. Prüft vor dem Losfahren den Preis und die Leistung der Säule, statt erst nach dem Einstecken überrascht zu werden. Und wenn ihr regelmässig an denselben Standorten öffentlich ladet, kann sich ein Betreiber-Abo lohnen – aber nur, wenn es zu euren typischen Wegen passt. Ein Typ-2-Kabel gehört in jeden Kofferraum; ein einfaches Notladekabel für die Haushaltssteckdose kann auf Reisen der Retter in der Not sein.